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Einblicke

Petra F. Killinger mit Radio Arabella-Moderator Alexander-Klaus Stecher
Radio Arabella – Allerheiligen 2009
Zu Gast bei
"Vorsicht Stecher!"
Der Promi-Talk am Sonntag
mit Alexander-Klaus Stecher
Wenn ein geliebter Mensch von uns gegangen ist, bleiben viele Fragen nach dem Woher und Wohin offen und es beginnt die Suche nach Zeichen und Spuren seiner Seele. Tröstend dürfen wir erfahren, dass das Band der Liebe auf ewig verbindet.
Am Allerheiligen-Sonntag, an dem viele Trauernde traditionell ihrer Verstorbenen gedenken, begrüßt Alexander-Klaus Stecher in seiner Radio Arabella Sonntagstalkshow eine Mutter, die durch einen tragischen Unfall ihr Kind verloren hat. Bei der Verarbeitung dieser schrecklichen Geschichte stieß sie auf immer mehr Zeichen ihres verstorbenen Kindes und es entstand daraus das Buch "Schmetterlingsflüstern - Botschaften einer Kinderseele". Dieser im Kösel-Verlag erschienene Topseller tröstet viele trauernde Eltern und die Autorin gründete damit auch ein Selbsthilfe-Forum zur Verarbeitung von Trauer, das täglich von Tausenden genutzt wird.
Wie übersteht man den Tod des geliebten Kindes? Wer oder was kann einem in der Trauer überhaupt helfen und warum sollten wir auf Zeichen von innen und außen achten, die – so ist die Autorin überzeugt – uns nicht nur zur Bewältigung helfen, sondern durchaus Hoffnung auf ein "Leben danach" machen können? Antworten darauf am Allerheiligen-Sonntag nur bei Radio Arabella – Vorsicht Stecher von 10-12 Uhr.
(Quelle: Radio Arabella – Münchens Musiksender)
Radio Arabella auch als Web-Radio: www.radioarabella.de
"Vorsicht-Stecher" - Podcast: www.radioarabella.de/default.aspx?ID=7428
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Kloster Schöntal 2009

Kloster Schöntal
»Schmetterlingsflüstern - Botschaften einer Kinderseele«
Lesung mit musikalischer Begleitung
Petra Franziska Killinger (Autorin) und Thomas E. Killinger (Komponist)
»Noch immer schaue ich abends in den unendlich erscheinenden Sternenhimmel und das funkelnde Leuchten begegnet meinem suchenden Blick. Dann spüre ich, dass mit unserem Kind ein weiterer Stern leuchtend am Himmelszelt aufgenommen wurde.« liest die Autorin und die Worte bekommen Nachdruck durch die musikalische Begleitung.
Petra Franziska Killinger und Thomas E. Killinger haben bei der Lesung im Bildungshaus Kloster Schöntal am 27. Februar 2009 die ZuhörerInnen in Wort und Musik teilhaben lassen an der Bewältigung ihres schweren Schicksalsschlages. Sie haben teilhaben lassen an ihrer Suche nach Spuren der Seele und der Berührung einer Welt, die über die Grenzen des irdischen Lebens hinaus weist. Betroffene und Suchende durften etwas erfahren von der persönlichen Erkenntnis des tatsächlichen Gottes- und Lebensplanes. Die TeilnehmerInnen waren tief betroffen und berührt von dieser persönlichen Trauerbewältigung, die gleichzeitig große persönliche Stärke vermittelte. Diese Stärke und die Glaubensgewissheit waren für die BesucherInnen ermutigend und wegweisend für ihr eigenes Leben. Sie konnten erleben, dass auch bei schweren Schicksalsschlägen und in Tiefer Trauer Wege zu finden sind, die weiterführen und dem Leben neue Richtung geben.
Schwester Regine Härle und Elisabeth Baur (Leiterin Katholisches Bildungswerk Hohenlohekreis e.V.), Kloster Schöntal
18. März 2009

(v.li.n.re.): Schwester Hildegard, Thomas E. Killinger, Petra F. Killinger,
Schwester Regine,
Elisabeth Baur, Leiterin Kath. Bildungswerk Hohenlohekreis e.V.
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Kirchentag - Köln 2007
"Lebendig und kräftig
und schärfer" (Hebr. 4,12),
so die Losung des 31. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Köln
Abendreihe Seele
Passionen der Seele
am
07. Juni 2007
Podiumsgespräch "... von Leid und Leidenschaften"

Angela Krumpen im Gespräch mit Schwester Karoline Mayer und Petra Franziska Killinger
(Foto: Annemarie Schuster)

Podiumsrunde (v.li.n.re.): Dr. Peter Schellenbaum (Psychotherapeut, Orselina-Locarno/Schweiz), Sr. Karoline Mayer (Präsidentin "Fundación Christo Vive", Santiago/Chile), Petra Franziska Killinger, Marek Zedek (Schauspieler), Willibert Pauels (Diakon u. Büttenredner) und Moderatorin Angela Krumpen (Domradio)
(Foto: Annemarie Schuster)
Zum Nachlesen: "Kirchentag 2007"
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SWR Nachtcafé
Aufzeichnung vom 27. April 2007
"Brauchen wir Gott?"
Für viele ist ein Leben ohne Gott nicht denkbar. Gott gibt ihnen Sinn, ist Richtschnur und Bezugspunkt - und das jeden Tag. Manche finden zu Gott in einer dunklen Stunde, in der sie Trost suchen. Und immerhin rund ein Drittel der Deutschen fängt mit Gott überhaupt nichts an. Fehlt ihnen etwas? Brauchen wir alle Gott als Bezugspunkt oder kann der Glaube an ihn auch Ballast sein?

Dr. Wieland Backes im Gespräch mit Thomas E. und Petra Franziska Killinger
In ihrem tiefen Schmerz um ihr totes Kind fanden die Eltern den einzigen Trost im Glauben: "Gott bekam plötzlich eine so große Bedeutung. Wenn wir den Glauben nicht gehabt hätten, wären wir innerlich zerbrochen."
(Foto: SWR Fernsehen)
(v.li.n.re.) Burkhard Müller (Publizist), Paddy Preneux ("Jesus Freaks"), Simon Verhoeven (Schauspieler/Regisseur), Assunta Tammelleo ("Bund für Geistesfreiheit"), Ulrich Fischer (Landesbischof Ev. Kirche Baden), Wieland Backes (Gastgeber u. Moderator), Christine Stein (Erzieherin/Autorin), Hilmar Thate (Schauspieler), Petra Franziska Killinger und Thomas E. Killinger (Foto: SWR Fernsehen)
Mehr Informationen zum "SWR Nachtcafé"
PRESSE
Pressestimmen
„Schmetterlingsflüstern
Botschaften einer Kinderseele“
Dem Licht in der Trauer begegnen
Petra Franziska Killinger liest im Bildungshaus Kloster Schöntal aus
ihrem Buch „Schmetterlingsflüstern“
Von Claudia Burkerd-Ankenbrand
Schöntal - Die Geschichte von Freya und ihren Eltern ist eine tief traurige: Da finden sich zwei Menschen, fühlen vom ersten Augenblick an eine Seelenverwandtschaft, heiraten und nicht gleich, aber dann doch vollendet ein Kind ihre Liebe zueinander.
Das Glück ist so vollkommen, wie es auf Erden vollkommen sein kann. 20 Monate lang. Bis zu jenem 23. August 2000, als Freya einem Kätzchen folgt: durchs Gartentor hinaus, den Trampelpfad entlang, bis zum nahegelegenen Bahngleis. Petra Killinger und ihr Mann Thomas müssen das Schlimmste erleben, was Eltern passieren kann: Sie verlieren ihre Tochter durch einen tragischen Unfall. […]
Hineinversetzen „Schmetterlingsflüstern“ nimmt die Zuhörerinnen und Zuhörer im Bildungshaus Kloster Schöntal mit in ihr Leben. Es ist ein sehr berührender und für Elisabeth Baur vom Katholischen Bildungswerk Hohenlohekreis ein sehr persönlicher Leseabend. Durch die Beschreibung von Freyas Leben und der familiären Situation einerseits und dem Unglück andererseits kann man sich in die Situation hineinversetzen.
Die für die Lesung ausgewählten Texte gaben einen Einblick, was Petra Killinger und ihr Mann beim Tod ihrer Tochter durchlebten und fühlten, sie lassen die Tiefs, aber auch die Hochs in der Zeit danach erahnen. „Unendlicher, tiefer Schmerz“ nahm von den Eltern Besitz. Doch „wir hielten an uns und unserer kleinen Familie fest“. Hand in Hand wurde zum Leitmotiv.
Thomas Killinger begleitet die Lesung auf dem E-Piano. Er lässt die Musik spontan entstehen. Alles zusammen ist eine Einheit. „In einer Zeit, wo nichts mehr blieb, war der Glaube ganz wichtig“, verdeutlicht Petra Killinger. Ihr Glaube habe sie gerettet. Heute sind sie im Einklang mit dem Schicksal, mit dem, „was uns geschickt wurde“. „Wir hätten Freyas Tod nicht verhindern können“, weiß Petra Killinger. Wenn sie zurückblicke, fügen sich die Bausteine: „Denn all diese Geschehnisse deuten auf einen tatsächlichen Gottes- und Lebensplan hin“, liest die Autorin.
Nicht zu Ende […] „Das Leben ist mit dem Tod nicht zu Ende. Unser Kind ist in einer anderen Welt, die gar nicht so weit weg ist.“ Und dass sie Freya wiedersehen werden, das spüren die Eltern jedes Mal, wenn ein zart gelber Kohlweißling durch den Garten flattert.
„Heilbronner Stimme“
02. März 2009
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Trauern
Abschied für das Leben
[…] Tod ist Wandlung
Der Tod ist uns kaum begreifbar. Am wenigsten können wir seinen Sinn erahnen, wenn ein Mensch vor der Zeit stirbt, gar wenn ein Kind vor den Eltern geht. Wo eine Antwort finden auf die Frage nach dem Warum und Wohin? Manchen Menschen scheinen die Verstorbenen selbst zu Hilfe zu kommen, sei es in Träumen oder in Fingerzeigen mitten im Alltag.
Wie stark und sogar häufig solche Botschaften von geliebten und sehr vertrauten Verstorbenen erfahren werden können, schildert Petra Franziska Killinger in ihrem Buch „Schmetterlingsflüstern“. Sie hatte ihr knapp zweijähriges Töchterchen durch einen Unfall verloren.
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Die „Botschaften einer Kinderseele“ – kleine Zeichen ihrer spirituellen Anwesenheit – trösten die Eltern in ihrer nicht enden wollenden Verzweiflung. Sie halfen ihnen, den einschneidenden Verlust zu überleben und später auch mit ihm zu leben, weil ihr Kind ihnen nahe blieb, bis sie den Abschied vollziehen konnten. Sie hatten sich intensiv mit der Frage von Leben und Tod und einem Leben nach dem Tod auseinandergesetzt und für sich in den Botschaften eine Antwort gelesen, die sie akzeptieren konnten: Ihr Kind lebt in einer anderen Dimension, die auch ihnen einmal offen steht.
[…]
Dr. Helga Kästner in:
Ratgeber Frau und Familie
»Hilfen für die Seele«
Nr. 11/2006 27.10.2006
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Auf
Wiedersehen!
Freya
ist seit fünf Jahren tot – Ihre Eltern spüren
sie nach wie vor an ihrer Seite
Von
Bettina Hermann
16.
April 2006. Die Geschichte von Freya und
ihren Eltern ist eine tief traurige: Da finden sich
zwei Menschen, fühlen vom ersten Augenblick an
eine Seelenverwandtschaft, heiraten und nicht gleich,
aber dann doch vollendet ein Kind ihre Liebe zueinander.
Das Glück ist so vollkommen, wie es auf Erden
vollkommen sein kann. 20 Monate lang. Bis zu jenem
23. August 2000, als der Vater seine Tochter für
einen kleinen Moment aus den Augen verliert. Jenen
Moment lang, in dem Freya einem Kätzchen folgt:
durchs Gartentor hinaus, den Trampelpfad entlang,
bis zum nahegelegenen Bahngleis. Es ist ganz still,
als der Zug den kleinen Körper erfasst. Totenstill.
»Schauen,
wo der liebe Gott wohnt«
Hier könnte die Geschichte von Petra und Thomas
Killinger und ihrem Töchterchen enden. Was bleibt
auch noch? Eine Freya-Sehnsucht, die so körperlich
schmerzt, dass sie das Herz zusammenschnürt.
Aber die Geschichte ist nicht zu Ende. In gewisser
Weise beginnt sie hier sogar erst. Eine neue Geschichte
mit vielen Fragen, auf die es mit den Jahren Antworten
geben wird. Doch das wissen die verzweifelten Eltern
am Abend des Todes noch nicht.
Obwohl irgendwann da das Antworten begonnen haben
muss. Eine Frage nämlich hat sich Petra Killinger
nie gestellt: die Frage nach dem »Warum«.
So unglaublich es klingt: Der Tod ihrer Tochter war
für sie das Puzzleteil, das fehlte, um Sinn und
Tiefe dieses kleinen Lebens begreifen zu können.
Denn Freya muss eine große Gottsucherin gewesen
sein. Beim Spazierengehen drängte sie ihre Eltern
in jede Kirche, die am Weg lag - »schauen, wo
der liebe Gott wohnt«. »Nicht Gott hat
sie uns genommen, sondern sie ist zu ihm gegangen«,
davon ist Petra Killinger heute überzeugt. Doch
vorher noch sollte sie Mutter und Vater auf die Spur
dieses Gottes bringen: »Es ist, als ob Freya
uns sagen wollte: Wenn ich einmal nicht mehr da bin,
dann habt ihr euren Glauben und euren Gott.«
Das kleine Mädchen wurde so zu einer Botschafterin
einer anderen, der jenseitigen Welt.
»Wir müssen nur mehr auf die Zeichen Acht
geben«, denkt Petra Killinger laut. Sie hält
kurz inne. Um dann davon zu sprechen, wovon sie nicht
mehr schweigen kann: von den Beobachtungen seit dem
Tod ihrer Tochter. Vom Babyduft, der an manchen Tagen
deutlich im Kinderzimmer wahrzunehmen sei. Von den
Schmetterlingen, diesem Symbol der Auferstehung, die
Freya so sehr liebte und die den Eltern nun zur Brücke
in den Himmel, zur Tochter geworden sind. Von der
Kerzenflamme, die an Freyas erstem Todestag mit einem
Mal waagrecht über dem Tisch stand – genau
in dem Moment, wo der Vater seine Kleine um ein Zeichen
des Trostes bat.
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Im
Arm der Gottesmutter ruht das kleine Mädchen,
das nach einem Foto von Freya in ihren Grabstein
gemeißelt wurde.
(Foto:
privat) |
»Einbildung«
wissen die Psychiater. »Wenn es den Eltern beim
Trauern hilft«, sagen die Therapeuten. »Zufall«,
glauben die meisten. Letzterem widerspricht Petra Killinger
nicht: »Natürlich sind es Zu - fälle.
Zeichen der Nähe unserer Tochter, die uns zufallen.
Wir bleiben ja in Liebe miteinander verbunden. Nur dass
unser Kind in einer anderen Welt ist.« Und die
fühlt sie sehr nahe.
Dennoch: Auf alles, was sie zwischenzeitlich über
den Himmel und die Erde erfahren zu haben glaubt, würde
sie verzichten, wenn sie dafür ihr »Mäuslein«
wieder in die Arme schließen dürfte. Und
darum bleibt die Geschichte von Freya und ihren Eltern
eine traurige. Aber auch eine hoffnungsfrohe, beinahe
eine österliche: »Worum geht es denn bei
der Auferstehung?«, fragt Petra Killinger. »Doch
um das Weiterleben nach dem Tod.« Und dass der
Tod nicht das Ende ist, dass sie Freya wiedersehen werden
- das spüren die Eltern jedes Mal, wenn ein zart
gelber Kohlweißling durch den Garten flattert.
„Münchner
Kirchenzeitung“,
Kath. Wochenzeitung für das
Erzbistum München und Freising
vom 16. April 2006 |
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Foto:
Jan Roeder |
Der
erste Tag
vom Rest des Lebens
Wie Eltern versuchen, den Tod ihres Kindes auszuhalten
Von Cornelia von Wrangel
15. März 2006 Er
stand auf der Leiter, sie hielt unten fest, damit
der Vater nicht herunterfiel. Er schaute von oben
auf sie herab. Das ist das letzte Bild, das er von
seiner Tochter hat, als sie noch lebte. Es war Sommer,
August. Thomas Killinger, er ist Komponist und wohnt
mit der Familie in Holzkirchen südlich von München,
hatte vorher an seinem Klavier gesessen und ein wenig
komponiert. Aber die Kletterrosen waren gewachsen.
Also holte er die Leiter, machte das Gartentürchen
auf, um die wuchernden Rosen besser schneiden zu können,
und merkte nicht, wie seine Tochter die Leiter losließ,
hinter seinem Rücken der kleinen Katze nachrannte,
die eine Woche zuvor in der Nachbarschaft erschienen
war und die sie, gemeinsam mit dem Jungen von nebenan,
gefüttert hatte. Die Tochter lief der Katze bis
auf die nahen Eisenbahnschienen hinterher. Es war
ganz still, sagt Thomas Killinger. Dann kam der Zug.
Dann fand er seine tote Tochter. […]
Das Unfaßbare ist weit mehr als fünf Jahre
her. Die Trauer aber lebt fort. Thomas Killinger kann,
wenn er davon spricht, seine Tränen nicht unterdrücken.
Freyas Leben zählte zwanzig Monate. Sie hatte
blonde Locken. Die Locken in der Mitte des Kopfes
band ihre Mutter manchmal zusammen. Auf einem Foto
sieht es so aus, als würde ein Haarknoten Freyas
Wuschelkopf überragen. Dabei sind es nur ein
paar Locken. Es ist das „Dornröschen-Bild”:
eine aufgeregt- konzentrierte Freya mit ihrer Mutter
und ihrem Vater bei der Premiere von „Dornröschen”
bei den Festspielen im schwäbischen Jagsthausen,
wo ihr Vater der musikalische Leiter ist. Freya sitzt
auf seinem Schoß. Es ist für die Eltern
ein bedeutsames Bild. Weil, wenn man genau hinschaut,
der Lichtstrahl auf Freya fällt.
„Der Tod hat eine unheimliche Körperlichkeit”,
sagt Petra Franziska Killinger, „er steckt am
Anfang überall in einem drin.” Der Schmerz
ist nicht nur im Herzen, er ist im ganzen Körper.
Die Verletzungen ihrer Tochter, sagt ihr Mann, hätten
sie nicht schockiert. Killingers haben von Freya ihren
Abschied genommen, haben die Tote liebkost. Freya
war auch in der Kirche aufgebahrt, als ihr die letzte
Messe gelesen wurde. Frau Killinger macht nach wie
vor die Gestecke fürs Grab selbst und erinnert
sich genau, wie bei der Beerdigung ein Kind an dieses
Grab kam und mit ihnen reden wollte. Das sei einer
der schönsten Momente gewesen. „Ich konnte
am Grab etwas tun. Ich konnte mich bücken.”
Als der Sarg in die Erde gelassen wurde, da sei der
Himmel aufgerissen, erinnert sie sich weiter, habe
ein Sonnenstrahl die Wolken beiseite geschoben, als
sei es von Freya das Zeichen gewesen: „Hallo,
ich bin angekommen.”
Zum ersten Mal vom Verband der „Verwaisten Eltern“
gehört hat das Ehepaar, als Frau Killinger auf
der Suche nach einem Therapeuten war, weil ihr Mann
traumatisiert, einer tiefen Todessehnsucht verfallen
war. „Wer sagt dir”, hat sie ihn damals
gefragt, „daß du durch einen Freitod dorthin
kommst, wo Freya ist?” Killingers fühlten
sich jedoch nicht in der Verfassung, in eine der Gruppen
des Verbandes zu gehen. „Wir wollten nicht noch
mehr traurige Bilder”, sagt sie. Andere aber
brauchen diese Gruppen, in denen sie darüber
sprechen können, daß auf einmal nichts
mehr ist, wie es war. Darüber, daß das
vertraute Familiengefüge auseinandergebrochen
ist, sich jeder auf schwerem Weg neu finden muß.
So schwer ist dieser neue Weg zu gehen, daß
manche Ehe daran scheitert. Bei den „Verwaisten
Eltern” hört man zu, auch noch nach Monaten,
wenn andere längst fragen: Wann wirst du eigentlich
wieder normal?
Ja, das Ehepaar Killinger hat auch über den Tod
der Tochter gesprochen. Beide gingen nach der Beerdigung
gleich wieder arbeiten, sie in ihre onkologische Klinik,
er zu seinen Aufführungen eines Musicals über
Edith Piaf. Es ist auch nicht so, daß ihr Haus
in Holzkirchen ein Mausoleum ist, in dem nur geflüstert
und nicht gelacht werden darf. Obwohl ihnen die plötzliche
Leere zwischen seinen Wänden unerträglich
schien. Obwohl sie ausziehen wollten, um die vorbeifahrenden
Züge nicht mehr zu sehen. Und obwohl Freyas Bett
noch immer in ihrem Zimmer steht und von Plüschfiguren
auf der Fensterbank bewacht wird. Jetzt schlafen da
die Neffen und Nichten, wenn sie zu Besuch kommen.
Deren Fotografien schmücken ebenfalls das Wohnzimmer.
„Man muß aufpassen, daß man nicht
die ganze Liebe in den Himmel richtet”, sagt
Frau Killinger, die zwei Fehlgeburten hatte, bevor,
lang ersehnt, Freya auf die Welt kam. „Man muß
auch aufs Leben achten.” Das Leben hat seine
Notwendigkeiten. „Die sind gut”, sagt
Herr Killinger, „damit mußt du dich beschäftigen.”
Auch wenn es nicht leichtfällt, zum Beispiel
im Garten den Rasen zu mähen, dort, wo Freyas
Leichnam lag.
„Die anderen waren so getroffen, daß wir
sie trösten mußten.” Killingers haben
über ihre Trauer mit den Kollegen, den Nachbarn,
den Leuten aus dem Ort gesprochen, um ihnen die Sprachlosigkeit
zu nehmen. Damit sie sich aus Furcht vor einer Begegnung
nicht im Hauseingang verstecken oder die Straßenseite
wechseln müssen. Sie habe das Eis brechen wollen,
sagt Frau Killinger, „sonst hätten sie
nie von ihren lebenden Kindern sprechen können”.
Ihr Mann sagt: „Die Konkurrenz eines toten Kindes
ist groß.” Nicht alle haben diese „Konkurrenz”
ausgehalten. Killingers haben Freunde verloren. Manche
Verwandte kommen nicht mehr oft. „Unsere Tränen
waren nicht gesellschaftsfähig.” Andere
Freunde haben sie gewonnen. Der Nachbarin, über
deren hingeworfene Bemerkung sie eine Zeitlang verzweifelt
grübelte, hat Frau Killinger längst auch
verziehen. Also, sie sei eine sensible Person, hatte
sie gesagt, sie würde so etwas nicht überleben.
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Gerade hat das Ehepaar zusammen ein Kindermusical geschrieben,
und sie bemühen sich um ein Adoptivkind. Nur eines
tun sie noch immer nicht. Sie fahren nicht mit dem Zug.
Nicht sehr lange nach Freyas Tod und nicht sehr weit
von ihrer Unglücksstelle kam ein Junge, Valentin,
auch auf den Schienen ums Leben. Sein Foto steht im
Wohnzimmer auf dem Kachelofen neben Freyas Bild. Die
Deutsche Bahn aber hat sich bei Killingers nie gemeldet,
sagen sie, kein Kondolenzbrief, nichts. Jedoch auch
dieses Schweigen empfinden sie im nachhinein als gut:
„Dann hatten wir wenigstens ein Ventil für
unsere Wut.”
Petra Franziska Killinger hat ein Buch geschrieben,
ihre Gedanken und Gefühle zu Papier gebracht. „Heute”,
steht darin, „ist der erste Tag vom Rest unseres
Lebens.” Nein, das Buch sei keine „Trauerarbeit”
gewesen, sagt sie. Wer einmal so intensiv mit dem Tod
zu tun gehabt habe, den lasse das Thema nicht mehr los.
Das Buch heißt „Schmetterlingsflüstern
- Botschaften einer Kinderseele”, ist im wahrsten
Sinne des Wortes eine unendliche Liebesgeschichte und
gibt Zeugnis vom Glauben der beiden, von ihrer Spiritualität.
Sie sind gläubig geworden. Er habe schon an Gott
geglaubt, sagt Killinger, der evangelisch getauft wurde.
Er sei aber mitnichten jeden Sonntag in die Kirche gegangen.
Mittlerweile ist er zum Katholizismus übergetreten.
Frau Killinger ist katholisch aufgewachsen. „Der
Glaube hat mich aufrechterhalten.” Und daß
das Kind immer von Gott gesprochen habe.
Kein Spaziergang, auf dem Freya nicht in eine Kirche
habe gehen wollen, schauen, „wo der liebe Gott
wohnt”, erzählt der Vater und schreibt die
Mutter in ihrem Buch. Daß die Tochter ihren Weg
zu ihm gegangen ist, davon sind sie überzeugt.
Sie halten auch nichts von Zufällen. „Ich
habe immer manisch auf sie aufgepaßt”, sagt
der Vater. Die Selbstvorwürfe bleiben. Die Bilder
von jenem Schreckenstag werde er nicht mehr los. Aber
er habe eine Antwort gefunden. Ihrer beider Antwort
lautet: „Wir sind nach wie vor eine Familie, nur
daß Freya nicht sichtbar ist, sondern im Paradies.”
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Foto:
Jan Roeder |
Beim
Trauern helfen
Beim Bundesverband „Verwaiste Eltern in
Deutschland” haben viele Mitglieder ein
ähnliches Schicksal erlitten wie die Killingers
in Holzkirchen. Sie haben Hilfe erfahren und helfen
nun selbst. Die Ehrenamtlichen werden unterstützt
von einem „nebenamtlichen” Team aus
Fachleuten, unter ihnen Psychologen, Therapeuten,
Seelsorger. Der Verband zählt etwa 470 „natürliche”
Mitglieder und 25 juristische, also Vereine etwa
für krebskranke Kinder oder Bestattungsunternehmen,
wie Christine Fleck-Bohaumilitzky von den „Verwaisten
Eltern“ sagt. In ganz Deutschland bietet
der Verband (www.veid.de) in mittlerweile 500
Gruppen Eltern und Geschwistern Hilfe und Beratung
an. Er unterstützt die Neugründung solcher
Gruppen, vermittelt den Kontakt untereinander,
informiert über Trauerseminare für Eltern
und Geschwister, offeriert Aus- und Weiterbildung
für Trauerbegleiter, entwickelt neue Konzepte
für die Trauerbegleitung von Familien und
bringt grundlegende Broschüren zu dem Thema
heraus. Das Familienministerium, so heißt
es, erachte diese Arbeit für nicht so wichtig,
denn es unterstütze den Verband nicht, der
sich bislang aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen
finanziert.
Mit der Trauer umgehen - aber wie? Nach der Statistik
des Vereins sterben im Jahr in Deutschland etwa
20.000 Kinder und junge Erwachsene an einer Krankheit,
bei einem Unfall, einem Verbrechen. Oder sie wählen
den Freitod. „Jeder Tod ist furchtbar”,
sagt Christine Fleck-Bohaumilitzky. Ob man das
Kind in der Schwangerschaft verliert oder durch
Suizid - die Klinik- und Notfallseelsorgerin wertet
nicht, ärgert sich in anderen Fällen
selbst darüber, wenn jemand sagt: „Ihre
Mutter war eh schon achtzig.” Dem hält
sie nur ein „Na und!?” entgegen. Denn
am Verlust der Mutter ändert das Sterbealter
nichts. „Wir schieben den Tod weg.”
Auch darüber ärgert sich die katholische
Theologin. Gestorben werde im Krankenhaus oder
Altersheim, erst allmählich ermöglichten
es die Bestatter, einen Verstorbenen mit nach
Hause zu nehmen, so daß man sich dort von
ihm verabschieden kann. Abschied zu nehmen –
das hält sie jedoch für wichtig. Ein
letztes Streicheln, notfalls nur einer unverstümmelten
Hand. Christine Fleck-Bohaumilitzky kennt die
unterschiedlichen Formen von Trauer: Frauen müssen
immer und immer wieder davon reden. Männer
stehen unter der Erwartungshaltung: „Du
mußt jetzt funktionieren, stark für
deine Frau sein.” Nach den Geschwistern
der Toten fragt kaum einer. Dabei leiden sie genauso,
wollen die Eltern aber oft nicht mit ihren Gefühlen
belasten: „Da wird die Mami gleich traurig.”
Und die Eltern wiederum glauben, ihre Kinder hätten
keine Trauergefühle. Dann ist das tote Kind
das einzig lebende. (cw.) |
„Frankfurter
Allgemeine Zeitung“
vom 15. März 2006
Bildmaterial: F.A.Z. - Jan Roeder |
(mcfb) Schmetterlingsflüstern ist eines der bewegendsten
Bücher, das ich in der letzten Zeit gelesen habe.
Dieses Buch kann eine große Hilfe für trauernde
Mütter und Väter sein und auch für Menschen,
die Trauernde begleiten. Es kann Trauernde trösten
und helfen, Trauernde besser zu verstehen.
Schmetterlingsflüstern ist ein Buch, das erschüttert
und tröstet, ein Buch, das unbedingt gelesen werden
sollte.
Mag.
Theol. Christine Fleck-Bohaumilitzky
1. Vorsitzende
Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V./
"Rundbrief 8", Dezember 2005
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Wie
das Flüstern eines Schmetterlings
Autorin verarbeitet Trauer um Tod der Tochter in einem
Buch - Tränen im Publikum
Weiden. (uz) Derart
ergriffen und mit Tränen in den Augen hörte
das Publikum in der Regionalbibliothek bei einer Autorenlesung
noch nie zu. "Schmetterlingsflüstern"
spiegelt authentische Geschehnisse wider.
Es
geht um eine große Liebe, die Zeit und Raum
überwindet und die Not und Leid zu lindern vermag.
Petra Franziska Killinger schildert in dem Buch die
Trauer um ihre kleine Tochter Freya, die im Alter
von 20 Monaten gestorben ist.
Das Buch erz ählt
eine Familiengeschichte mit tragischem Ausgang. Petra
Franziska Killinger beschreibt das Kennenlernen mit
ihrem späteren Mann Thomas Erich, die Gründung
des gemeinsamen Haushalts, die Gartenpflege und das
Leben mit ihrem "Sonnenschein" Freya. Heute
ist sich die Autorin sicher, dass ein Engel ihre Tochter
zu Gott gebracht hat.
Freya, sei ein ungewöhnliches kleines Mädchen
gewesen, das schon früh viel
gewusst habe, sagte die Autorin, die als Gesundheitsplanerin
tätig ist und auf Grund ihrer eigenen_Trauererfahrung
Menschen in Krisensituationen
begleitet. Ihren unendlich tiefen Schmerz hat sie
in ihrem Buch verarbeitet. Die Ratio sei zweitrangig,
sagte sie. Ihre neue Wahrnehmung basiere auf ihrem
Gefühl.
Das Besondere an "Schmetterlingsflüstern
- Botschaften einer Kinderseele" ist, dass es
das Thema auf andere Art und Weise anfasst. Es steckt
sehr viel Poesie darin. Es ist aber auch eine Geschichte,
die viel Licht in sich trägt und Trauernden Mut
spenden will. Petra Franziska Killinger ist sich sicher,
dass der Tod ihrer Tochter zu einer Bewusstseinserweiterung
aufgefordert habe.
Sie begab sich auf eine
Spurensuche durch Literatur und Religion. Freyas Botschaften
glaubt sie wie einen Schmetterling zwischen den Welten,
wie eine Verbindung zwischen Himmel und Erde zu erkennen,
die tr öste und Kraft gebe zum Weiterleben. Einfühlsam
am Keyboard begleitet wurde die Autorin von ihrem
Ehemann Thomas Erich Killinger, der seit Jahren regelmäßig
als musikalischer Leiter in die Region kommt, zuletzt
mit "Nichts als Shakespeare".
"Der
Neue Tag",
Weiden/Oberpfalz,
29.11.2005
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„Eine
Botschaft von Freya:
Liebe über den Tod hinaus“ „Schauen,
wo der liebe Gott wohnt“, sagte Freya zu ihren
Eltern, kurz bevor sie starb. Ihre Mutter Petra Franziska
Killinger war gerührt und erstaunt von der Tiefe
der Gedankenwelt ihrer erst 20 Monate alten Tochter.
Heute sieht sie in diesen Worten mehr. Sie wertet
sie als Zeichen, das den Tod ihrer Tochter ankündigte,
sieht die Worte als enge Verbundenheit des Mädchens
zum Himmel, als Botschaften einer Kinderseele. Auf
dem Weg durch die Trauer machte sich die Mutter auf
die Suche nach weiteren Botschaften. In einem autobiographischen
Werk hat sie diese festgehalten.
[…]
Unendlicher, tiefer Schmerz nahm von den Eltern nach
dem Tod der Tochter Besitz. „Man schreibt das
Wort Sehnsucht in den Himmel.“ Die Ratio plötzlich
zweitrangig, vom Gefühl dominiert machten sich
die Eltern nach eigener Aussage auf den Weg –
hin zu einer neuen Wahrnehmung.
Petra Killinger begab sich auf eine Spurensuche –
durch die Literatur, Mythologie und die christliche
Lehre. Sie sei bei ihrem Versuch der Botschaft nachzugehen,
an einem Faden geführt worden, sagt sie. „Es
war ein spiritueller Erfahrungsprozess.“
In ihrem Buch hat Petra Killinger ihre Erfahrungen
auf diesem Weg niedergeschrieben, Erfahrungen, die
sie auch zusammen mit ihrem Mann gemacht hat, durch
die ihre Beziehung noch intensiver wurde, wie Petra
Killinger betont. „… Wie von einem Magneten
angezogen, schaue ich in diesem Augenblick zur Seite
auf die
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beiden weißen Kerzen in ihren silbernen Kerzenständern
am Ende des Tisches. Und genau in diesem Moment sehe
ich, wie der Schein der Kerze in dem kleinen Leuchter
urplötzlich waagerecht und regungslos im Raum steht,
währenddessen die zweite Kerze in ihrem höheren
Kerzenständer, weiterhin ruhig nach oben strahlt.
Gebannt schaue ich auf den unglaublich waagerechten
Kerzenschein und dann in die Augen von Thomas, der weiterhin
meine Hand hält. Wie warm wird mir da mit einem
Mal ums Herz, welch eine Liebe umschließt mich
in diesem Moment – ich spüre deutlich dass
unser kleines Mädchen bei uns ist…“
Nur wenn man wirklich Acht gebe, seien diese Zeichen
zu spüren, so Killinger, die in ihrem Buch auch
von den Problemen im Umgang mit solchen Botschaften
schreibt: „Eine übersinnliche Antwort, die
wir als unpopulär oder unwissenschaftlich empfinden,
lassen wir gar nicht erst zu. Unsere Gesellschaft hat
uns eben nicht dazu erzogen, Zeichen zu akzeptieren…“
Auch sie selbst habe nicht danach gesucht, sondern die
Zeichen erhalten. Zeichen, die sie zur Erkenntnis geführt
hätten, dass es einen Gottes- und Lebensplan gebe.
[…] Die Gefühle nach Freyas Tod, aber auch
die Suche nach Spuren hat Petra Killinger authentisch
wiedergegeben, das Buch ist dabei kein Trauer-Leitfaden,
sondern eine autobiographische Erzählung mit einer
Botschaft, die die Mutter weitergeben will: „Die
Hauptbotschaft ist die Liebe, die über den Tod
hinausgehende Liebe. Das Leben ist mit dem Tod nicht
zu Ende. Unser Kind ist in einer anderen Welt, die gar
nicht so weit weg ist.“
Doris
Jones/
Holzkirchner Merkur,
18.10.2005 |
„Unser
Kind schickt uns weiterhin Kraft“
[…]
„Botschaften einer Kinderseele“ lautet
der Untertitel des Buchs. Letztendlich handelt die
Geschichte auch von dem Weiterleben nach dem Tod und
von der Berührung einer Welt hinter den Grenzen
des Lebens. „Die Hauptbotschaft ist, dass die
Liebe über den Tod hinausreicht“, erklärt
Petra Killinger im Gespräch mit unserer Zeitung.
Sie sagt, sie glaube nicht mehr an Zufälle. Wenn
sie zurückblickt, fügen sich die Bausteine.
„Wir hätten Freyas Tod nicht verhindern
können“, sagt Petra Killinger.
Sie erzählt darüber, dass Freya schon mit
18 Monaten von Gott sprach. Dass sie an keiner Kirche
vorbeigehen konnten, ohne dass Freya hinein wollte,
um Gott zu besuchen, „damit er nicht traurig
ist“. Von den Schmetterlingen, die Freya so
gerne mochte, und die später für das Paar
ein Zeichen, eine Brücke zu der Tochter werden
sollen. „Irgendwann bemerkten wir, dass unser
Kind uns weiterhin Kraft schickt“, erzählt
Petra Killinger, „Wir hielten an uns und unserer
kleinen Familie fest, Hand in Hand wurde zu unserem
Leitmotiv.“
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Über Tod und Trauer gibt es viele Bücher.
Das Besondere an „Schmetterlingsflüstern“
aber ist, dass es das Thema auf andere Art und Weise
anfasst. Es ist sehr viel Poesie in dieser authentischen
Geschichte, die ehrlich von den Emotionen erzählt,
die in dem Paar vorgehen. Es ist aber auch eine Geschichte,
die viel Licht in sich trägt. Trauernden und Menschen,
die einen schweren Schicksalsschlag bewältigen
müssen, wird dieses ungewöhnliche Buch Trost
spenden und Mut machen. „Ich bin der sicheren
Überzeugung, dass wir mit dem Tod unserer Tochter
systematisch zu einer Bewusstseinserweiterung aufgefordert,
ja geführt wurden“, schreibt Petra Killinger.
Auf all die Recherchen, die sie über den Tod anstellte,
auf die Fragen nach dem Wohin und Woher bekam sie die
Antwort, dass der Verbund mit dem Kind und seine Nähe
trotzdem geblieben sind. „Der Tod ist kein Ende“,
sagt sie.
Viola ter Horst/
Allgemeine Zeitung Coesfeld,
08.10.2005 |
Rezensionen
Rezensionen
„Schmetterlingsflüstern
Botschaften einer Kinderseele“
Schwerpunkt: Tod, Trauer, Hoffnung
»Inhalt: Freya, ein kleines Mädchen, war und ist der helle Sonnenschein der Familie. Neugierig, lebendig, Welt wahrnehmend, einfühlsam, an allem interessiert, freundlich, aufgeschlossen und zugleich in sich ruhend - kurzum, ein Kind voller Tatendrang und Sensibilität. Doch ein plötzlicher, tragischer Unfall, bei dem das Mädchen ums Leben kommt, verändert alles. Die Welt scheint zusammenzubrechen bzw. aus den Angeln gehoben zu werden. Den verzweifelten Eltern aber hinterlässt Freya eine Botschaft, die sie gemeinsam auf einen besonderen Weg durch die Trauer führen wird.
Beurteilung: Dieses Buch beschreibt die authentischen Geschehnisse einer familiären Katastrophe - das innig geliebte Kind einer Familie kommt unerwartet zu Tode. Die Mutter (und Autorin dieser Publikation) beschreibt dabei das Leben mit ihrem Mann und ihrer Tochter, die Zeit des Unfalls und das Leben danach. Dabei setzt sich Petra Franziska Killinger auch mit der Frage auseinander, ob Freya schon vor dem Unfall etwas von ihrem Tod wusste, wenn sie beispielsweise davon sprach, dass sie Gott zu Hause besuchen wolle, damit er nicht so alleine und damit traurig sein müsse.
Es ist ein trauriges und wundervolles Buch zugleich - nicht nur für trauernde Eltern. Die Autorin schafft es mit jeder Zeile ihres Buches, Leserinnen und Leser auf sich selbst aufmerksam zu machen. Es scheint so, als ob die Beschreibung von Freyas Leben und der familiären Situation einerseits und dem großen Unglück andererseits dazu führt, sich in die Situationsbeschreibungen hineinzubegeben, gleichzeitig fühlt man sich selbst aber auch als Betrachter des eigenen Lebens und stellt sich die Fragen zur (Un-)Endlichkeit des eigenen Seins.
Dieses Buch fesselt vom Anfang bis zum Ende - weniger durch seinen traurigen Leitfaden, als vielmehr durch eine spirituell geprägte Hoffnung, die den Menschen immer wieder einen neuen Sinn und eine tiefe Bedeutung aller Ereignisse anbietet. So, wie wir als elementarpädagogische Fachkräfte mit Kindern ins Philosophieren kommen (sollten), so hilfreich ist es auch, über die eigenen, vielfältigen Sinnbedeutungen der selbst erlebten Erfahrungen nachzudenken. Hier kann sich eine Welt eröffnen, die uns vorher vielleicht in vielen Aspekten verschlossen war.«
»Literaturbesprechungsdienst« in:
Handbuch für ErzieherInnen
in Krippe, Kindergarten,
Vorschule und Hort
(Hrsg.: Dr. Armin Krenz)
Olzog Verlag, München, 41. NL 2007/08
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Lesung mit musikalischer Begleitung mit Petra Franziska Killinger und
Thomas E. Killinger
am 11. Dezember 2006
von Nicole Rinder und Christine Petermichl
Zum „Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder“ veranstaltete AETAS Lebens- und Trauerkultur eine musikalische Lesung von „Schmetterlingsflüstern – Botschaften einer Kinderseele“. Eingeladen waren betroffene Eltern, Mütter und Väter, die AETAS beim Tod ihrer Kinder begleitet hatte. Kerzenlicht und Blütenblätter schmückten den Kultur- und Abschiedsraum und sorgten für eine warme und schützende Atmosphäre. Die Autorin des Buches, Petra Franziska Killinger, las sehr berührende Passagen aus ihrem Buch. Die ausgewählten Texte gaben einen Einblick, was sie und ihr Mann beim Tod ihrer Tochter Freya durchlebten und fühlten, sie ließen die Tiefs, aber auch die Hochs in der Zeit danach erahnen. Sehr beeindruckend war, dass Thomas E. Killinger seine Frau mit Musik begleitete, die er spontan entstehen ließ und die einem das Gefühl gab, dass beide zusammen eine Einheit sind. Diese Gestaltung von Text und Musik im Wechsel konnte einem das Herz öffnen - und mancher Zuhörer ließ seine Tränen einfach fließen. Nach dem Programm nutzten viele Gäste die Gelegenheit, Fragen zu stellen oder Persönliches zu schildern. Frau und Herr Killinger vermittelten mit ihrer musikalischen Lesung und ihren persönlichen Aussagen die Hoffnung, dass trotz dieses schrecklichen Ereignisses das Leben weiter geht und auch „gut“ weitergehen kann. Sie beweisen Mut, die Jenseitsbotschaften offen zu erzählen. Sie vermitteln aber ausdrücklich, dass es ihr Weg ist, den sie gehen. Dass jeder seinen eigenen Weg finden muss. Ein berührender Leseabend ging mit einem intensiven Gedankenaustausch der Betroffenen, die den Mut hatten zu kommen, zu Ende.

AETAS Lebens- und Trauerkultur, München
Februar 2007
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Nachdem ich dieses Buch für mich gewählt habe, dachte ich, es mit einem anderen Themenschwerpunkt zu tun zu bekommen. Die Überraschung war dann doch sehr groß, als ich das Buch aufschlug und anfing zu lesen.
Die Autorin beschreibt ihr eigenes Leben und den großen Verlust des eigenen Kindes. Die Symbole, die ihr ihre Tochter gezeigt hat, hat sie erst nach ihrem Tod verstanden. Es wird die innige Beziehung eines Kindes zu Gott und der Natur sowie die naive Unschuld eines Kindes beschrieben. Das Leben nach dem Tod, das Begleiten der zurück gebliebenen Familie wird auf sehr einfühlsame, liebevolle Weise geschildert.
Trotz des schwierigen Themas, ist das Buch leicht zu lesen. Durch Tagebucheintragungen und Gedichte wird das Buch und die Geschichte lebendig – ich habe richtig mitgefühlt und die Trauer teilweise erlebt. Es sollte allerdings nur in gutem physischen Zustandes gelesen werden und nicht sofort zur eigenen Trauerbewältigung verwendet werden.
Hannelore Blauensteiner, Wien
THERAPLAY/SCHWIERIGE KINDER JOURNAL
Nr. 40 3/2006 |
Borromäus-Rezension
Borromäusverein
e.V. , Bonn, 13. Juni 2006
Ein
spiritueller Trauerprozess einer Mutter, deren
Kind im Alter von nur 20 Monaten tödlich verunglückte.
"...dass wir Freyas Tod nicht hätten verhindern
können, denn all diese Geschehnisse deuten auf
einen tatsächlichen Gottes- und Lebensplan hin...",
schreibt die Autorin im Prolog. "Um das zu verstehen,
erzähle ich die Geschichte von Anfang an..." (S.11),
wie glücklich sie und ihr Mann waren, als ihre
Tochter geboren wurde. Wie verzweifelt sie waren,
als Freya, erst 20 Monate alt tödlich verunglückte.
Die Autorin berichtet über ihre Trauer, ihre
Sehnsucht zu sterben, ihre Erkenntnis, dass es mutiger
sei zu leben, und schließlich über ihre
Suche nach einem Weg, ihrem Kind täglich nahe
zu sein. Es ist ein sehr mutiges Buch, denn die Autorin
hat sehr viele intime Gedanken niedergeschrieben,
die sie und ihre Familie verwundbar machen. Sehr
intensiv spürt der Leser die Gefühle und
den Glauben eines zutiefst trauernden Menschen, sein
Ringen um Verständnis von Leben und Tod, das
schließlich in die Erkenntnis mündet:
Der Tod ist nicht das Ende. Empfehlenswert.
(Carmen Planas Balzer) |
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